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Steinkauz

Phoenicurus phoenicurus

  • Brutpaare: 600 – 700
Seinen Gesang hören :

Lage

An Gebäuden / An Bäumen

Standort

Am Dorf / Streuobstwiese

Nistkasten Außen Größe

Klein

Brutzeit:

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
  • Im Winterquartier außerhalb Luxemburgs
  • Vorkommen in Luxemburg
  • Brutzeit

Informationen zur Art

Der Gartenrotschwanz ist ein farbenprächtiger und zugleich anspruchsvoller Gartenvogel, der als typischer Vertreter halboffener Kulturlandschaften gilt. Das Männchen fällt durch seine orangerote Brust, den rostroten Schwanz, die weiße Stirn und die schwarze Gesichtszeichnung auf, während das Weibchen in schlichteren Braun- und Beigetönen gefärbt ist, aber ebenfalls den charakteristischen roten Schwanz trägt.

Köperlänge

13 – 15 cm

Flügelspannweite

21 – 24 cm

Gewicht

12 – 20 g

Lebensdauer

Bis zu 5 Jahren
Erkennungsmerkmale
  • Männchen: schwarzes Gesicht, weiße Stirn, orange Brust, rostroter Schwanz
  • Weibchen: schlichter braun-grauer Ton, aber ebenfalls mit rostrotem Schwanz
  • Aufrechtes, hüpfendes Verhalten – häufig mit Schwanzwippen

Schon gesehen?

Der Gartenrotschwanz liebt halboffene Gärten mit altem Baumbestand – wer aufmerksam ist, hört seinen Gesang oft vom höchsten Ast im Garten oder auf einer Leitung.

Nahrung

Hauptnahrung:

  • Insekten, Spinnen, Raupen, Ameisen
  • im Spätsommer auch Beeren

Jagdweise:
Der Gartenrotschwanz jagt bevorzugt von erhöhten Sitzwarten wie Zaunpfählen, Ästen oder Dachrändern aus. Von dort aus hält er den Boden aufmerksam im Blick, um sich plötzlich auf Insekten, Spinnen oder andere kleine Beutetiere herabzustürzen. Neben dieser sogenannten Sitzwartenjagd fängt er auch fliegende Insekten geschickt im kurzen Luftschnappflug. Seine Jagdweise ist durch schnelle, gezielte Bewegungen und eine hohe Wendigkeit gekennzeichnet. Besonders im Frühling und Sommer ist er häufig bei dieser aktiven Nahrungssuche zu beobachten, während er im Spätsommer zusätzlich Beeren und andere kleine Früchte frisst.

Insektenreiche Umgebung fördern

Verzichte auf Pestizide und sorge für ein blühendes Gartenumfeld. Der Gartenrotschwanz ist auf ein vielfältiges Insektenangebot angewiesen – vor allem zur Jungenaufzucht.

Verhalten

Der Gartenrotschwanz ist vor allem morgens und abends aktiv und hält sich tagsüber oft verborgen in Bäumen oder Sträuchern. Innerhalb des Brutgebiets zeigt er ein standorttreues Verhalten.

Als ausgeprägter Langstreckenzieher überquert er auf seinem Zug die Sahara und folgt dabei festen Zugrouten zwischen Europa und Westafrika. Der Wegzug beginnt meist schon im Spätsommer, oft unauffällig und in kleinen Gruppen, während der Heimzug im Frühjahr zügig und zielgerichtet erfolgt.

Fortpflanzung

Gebrütet wird meist ab Ende April. Bereits vorher, kurz nach der Rückkehr aus den Winterquartieren, beginnen die Männchen mit auffälligem Gesang von erhöhten Warten, um ihr Revier zu markieren und ein Weibchen anzulocken. Kommt es zur Paarbildung, inspiziert das Männchen potenzielle Nistplätze und präsentiert sie dem Weibchen, das schließlich die Wahl trifft.

Das Weibchen legt 5 bis 7 Eier in eine geschützte Höhle oder einen geeigneten Nistkasten. Nach rund zwei Wochen schlüpfen die Jungen und werden weitere zwei Wochen im Nest gefüttert. Bei günstigen Bedingungen ist eine zweite Brut möglich. Nach dem Ausfliegen bleiben die Jungvögel noch einige Zeit in der Nähe der Eltern.

Gefährdung

Der Gartenrotschwanz leidet unter dem Verlust alter Bäume mit Bruthöhlen, der Umwandlung traditioneller Obstwiesen und extensiver Waldränder sowie unter monotonen, strukturarmen Gärten. Der Rückgang der Insektenvielfalt verschärft die Nahrungsknappheit, insbesondere während der Jungenaufzucht. Hinzu kommen Beeinträchtigungen auf dem Zugweg und in den afrikanischen Winterquartieren, wo Lebensräume schwinden und sich klimatische Bedingungen verändern.

Auch die Sanierung oder der Verlust alter Gebäude mit potenziellen Nistmöglichkeiten verringern das Angebot geeigneter Brutplätze. Alle diese Faktoren haben in vielen Regionen Europas zu einem deutlichen Bestandsrückgang geführt.

In Luxemburg ist der Gartenrotschwanz dank gezielter Schutzmaßnahmen seit 2024 nicht mehr auf der Roten Liste, dennoch bleibt er auf hochwertige, strukturreiche Lebensräume angewiesen, um dauerhaft stabile Bestände zu sichern.

Funfact

Junge Männchen singen schon im Winterquartier in Afrika – Forscher vermuten, dass sie dort bereits ihren Gesang „üben“, um im Frühling bessere Chancen bei der Paarung zu haben.

Was kann ich tun?

Strukturreicher Lebensraum
Der Gartenrotschwanz liebt halboffene, abwechslungsreiche Gärten mit alten Obstbäumen, offenen Flächen und vereinzelten Büschen. Lass wildere Bereiche stehen – sie bieten ihm ideale Jagdgebiete.

Nistkasten

Besonders geeignet sind sogenannte Halbhöhlen-Nistkästen mit einer offenen Front oder einem großen, seitlichen Einflug. Die Kästen können aus Holz oder langlebigem Holzbeton bestehen – Letzteres bietet besseren Witterungsschutz und hält deutlich länger. Die Grundfläche sollte mindestens 14 x 14 cm betragen, damit genügend Platz für das Nest und die Jungvögel vorhanden ist.

Standort

ruhige, halbschattige Plätze an Gebäuden, Gartenhütten oder alten Obstbäumen – gerne in der Nähe von Wiesen oder offenen Flächen, auch freistehende Bäume mit Sicht auf eine freie Fläche werden angenommen.

Höhe

Mindestens 2 bis 3 Meter über dem Boden, möglichst gut geschützt vor Katzen und anderen Fressfeinden.

Zugang

Der Einflug sollte offen zugänglich, aber möglichst etwas verborgen und von oben überdacht sein. Eine kleine Sitzwarte in der Nähe ist von Vorteil.

Ausrichtung

Ideal ist eine Ausrichtung nach Osten oder Südosten. Direkte Wetterseite (Westen) sollte vermieden werden, um Wind und Regen fernzuhalten.

Sicherung

Der Kasten muss stabil montiert sein, wetterfest angebracht und regelmäßig gereinigt werden – am besten im Herbst oder Winter, wenn keine Brut mehr stattfindet.

Downloads

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Wir verpflichten uns, Nistkästen an Gebäudefassaden anzubringen, um Vögeln sichere Brutplätze zu bieten. Die Begrünung von Gebäuden trägt nicht nur zur Biodiversität bei, sondern verbessert auch die Lebensqualität im urbanen Raum. Gemeinsam machen wir unsere Städte zu Rückzugsorten für die Tierwelt und zu nachhaltigen Lebensräumen.

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