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Mauersegler

Apus apus

  • Brutpaare: 1800-2700
  • Status: Quasi menacé
Seinen Gesang hören :

Lage

An Gebäuden / Unter Dachvorsprüngen

Standort

Im Dorf / In der Stadt

Nistkasten Außen Größe

Mittel

Brutzeit:

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
  • Im Winterquartier außerhalb Luxemburgs
  • Vorkommen in Luxemburg
  • Brutzeit

Informationen zur Art

Auch wenn sie vielen Menschen nur unbewusst auffallen, gibt es kaum eine Vogelart, die im Sommer so präsent ist wie der Mauersegler. Ihre spielfreudigen Flugmanöver sind ein beeindruckendes Naturschauspiel, meistens direkt vor der eigenen Haustür. Wenn man bedenkt, dass sie bereits Ende August ihre langen Zugrouten in den Süden antreten, erscheint ihre sommerliche Präsenz umso kostbarer. Die Insektenjäger sind auf uns Menschen angewiesen. Sie leben nämlich häufig in Mauerspalten, kleinen Öffnungen an Gebäuden oder in speziell angebrachten Nistkästen, meist Tür an Tür mit uns.

Köperlänge

18 cm

Flügelspannweite

40 – 44 cm

Gewicht

40 g

Lebensdauer

Bis zu 20 Jahre
Erkennungsmerkmal
  • Im Flug lange sichelförmige FlügelSchwalben ähnliches Aussehen aber keine Verwandschaft
  • Weißer Kehlfleck
  • Restlicher Körper unauffällig graubraun
  • Flug mit abwechselnd schnellen Flügelschlägen und Gleitphase, begleitet von schrillen monotonen Schreien.

Schon gesehen?

Mauersegler brüten gerne hinter Öffnungen unter Dachvorsprüngen oft mitten in Städten und Dörfern.

Nahrung

Hauptnahrung:

Fluginsekten „Luftplankton“

Jagdweise:

Mauersegler ernähren sich hauptsächlich von Fluginsekten, dem sogenannten Luftplankton. Besonders bei großen Insektenansammlungen kann man sie in konzentrierten Gruppen durch die Luft jagen sehen. Obwohl ihr Schnabel klein erscheint, können sie ihr Maul weit öffnen und ähnlich wie Wale beim Fressen den Sogeffekt zu erzeugen. Dadurch gelingt es ihnen, innerhalb kürzester Zeit mehrere Hundert Insekten zu fangen oder für ihre Jungen zu sammeln. Die Beute wird zu sogenannten Nahrungsballen geformt, die aus mehreren Hundert bis zu Tausenden Insekten bestehen. An einem einzigen Tag kann ein Altvogel bis zu 20.000 Insekten erbeuten. Diese Nahrungsballen werden den Jungvögeln direkt in den Rachen gesteckt.

Wussten sie schon?

Mauersegler haben die besondere Anpassung, dass Jungvögel Bei kalten Temperaturen ihre KT herabsetzen können auf 1-5 Grad und überleben so mehrere Tage ohne Nahrung.

Verhalten

Auch wenn sie nur kurz bei uns sind zum Brüten, sind sie kaum wegzudenken aus dem urbanen Sommer. Als Frühlingsboten kommen sie meistens spät im April an aus Äquatorial- und Südafrika, wo sie bis zu 10.000 km zurück liegen können.

Die geselligen Tiere sind dann bei uns oft in Gruppen zu sehen, wie zum Beispiel während den Jagdspielen, die im Sommer oft am Abend stattfinden. Dabei werden Geschwindigkeiten von 40 bis 60 m/s erreicht, wenn sie sich gegenseitig bejagen, immer begleitet von ihren markanten Schreien.

Auch wenn nachgewiesen ist, dass sie manchmal mehrere Wochen am Stück fliegen, so sind sie vor allem zur Brutzeit oft sitzend in der Bruthöhle zum Paaren und Schlafen zu finden. Das Weibchen und das Männchen bebrüten die Eier abwechselnd und sind während dieser Zeit auch weniger in der Luft unterwegs. Nahrung suchen sie manchmal auch hängend an Mauern, jedoch jagen sie meistens in der Luft. Außer diesen wenigen Ausnahmen sind Mauersegler jedoch ständig in der Luft. Zum Schlafen können sie bis auf 3 km hochfliegen, wo sie dann einen Teil ihres Gehirns ausschalten, und umher segeln zum Rasten.

Tipp: Wer kurz vor Sonnenuntergang an einem sonnigen Sommertag in der Stadt unterwegs ist, sollte die Ohren offen halten da man Mauersegler meistens zuerst hört, bevor man sie sieht.

Fortpflanzung

Da sie erst spät ankommen bei uns und früh im August abziehen Richtung subtropisches Afrika, bleibt nur Zeit für eine Brut mit 1-3 Jungen. Sie sind typische Felsen- und Höhlenbrüter, was bedeutet, dass sie heutzutage auf Gebäude angewiesen sind, um ihre Nester zu bauen. Das ist ein Problem, da sie Spalten mögen, um ihre Nester dahinter zu bauen. Diese werden jedoch bei Sanierungen oder modernen Bauten immer mehr versiegelt, was keinen Raum übrig lässt für die Nester der Mauersegler.

Es ist auch eine extreme Bruttreue nachgewiesen, jedoch wenn sie zurückkommen, sind ihre Nester oftmals nicht mehr da wegen den oben genannten Problemen, dann ziehen sie weiter und suchen neue Brut Standorte. Das ist schlecht, da sie das ganze Nistmaterial in der Luft fangen, was lange dauert und es in diesem Jahr wahrscheinlich nicht zu einer Brut kommt, da keine Zeit mehr übrigbleibt.

Hinzu kommt ihre geringe Reproduktionsrate von 1 bis 3 Jungen und auch normalerweise nur eine Brut pro Jahr. Jedoch können sie bis zu 20 Jahre alt werden, weshalb Bestands Einbrüche oft Langzeitwirkungen mit sich bringen.

Gefährdung

Der Mauersegler steht bisweilen „nur“ auf der Vorwarnliste. Dennoch ist klar, dass die Population in unseren Breiten unter dem Rückgang geeigneter Brutmöglichkeiten leidet. Klimafreundliches Bauen und Sanieren ist zwar wichtig, führt jedoch häufig zu einer vollständigen Dämmung der Gebäude ohne Hohlräume, die als Nistplätze dienen könnten.

Hinzu kommen die extremen Wetterbedingungen der letzten Jahre. Dürren, gefolgt von heftigen Regenfällen und Überschwemmungen, führen immer wieder zu massiven Einbrüchen der Population da die Insekten weniger werden. Die langsame Reproduktionsrate sorgt dafür, dass diese Einbrüche meistens nur über viele Jahre hinweg wieder ausgeglichen werden können.

Keine Gifte oder Pestizide einsetzen

Pestizide schaden nicht nur Insekten, sondern auch vielen anderen Tierarten. Wer Mauersegler und andere Vögel schützen will, sollte auf chemische Mittel verzichten umso die Insektenvielfalt zu fördern.

Funfact

Durch Ringfunde konnte ein 21 Jahre alter Vogel nachgewiesen werden. Es wurde berechnet, dass dieses Exemplar in seinem Leben über 3,8 Millionen Kilometer zurückgelegt hat, das entspricht fast 100 Erdumrundungen.

Was kann ich tun?

Nistkästen anbringen oder integrieren
Um Mauersegler bei der Brut zu unterstützen, kann man Nistkästen an geeigneten Fassaden anbringen. Wenn ein Neubau geplant ist, lohnt es sich, Nistmöglichkeiten direkt in die Gebäudestruktur zu integrieren. Gerne beraten wir Sie dazu, wie man dabei am besten vorgeht.

Nistkasten

Ihre Nistkästen können aus Holz oder Holzbeton gebaut werden und es können auch mehrere Nistkästen aneinandergehängt werden, die innen abgetrennt sind. Die Öffnung sollte oval sein mit einer Länge von 6 cm und einer Höhe von 2,8 cm, so ist sie mehr „spaltförmig“ und sie können mit ihren langen Flügel unbeschadet hineinkommen. Die Kisten sollten auch groß genug sein, also min. 40x 40cm, wegen ihrer langen Flügel.

Standort

am besten unter einem Dachvorsprung

Höhe

mindestens 4 Meter

Zugang

Das Eingangsloch sollte frei liegen, da sie sich gern aus dem Flug direkt hineinstürzen.

Ausrichtung

Das Einflugloch sollte nicht direkt in die Wetterrichtung (Westen) zeigen, um Zugluft und Regen zu vermeiden.

Sicherung

er Kasten muss stabil montiert sein und regelmäßig kontrolliert werden – idealerweise außerhalb der Brutzeit.

Downloads

Mauersegler Download

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Wir verpflichten uns, Nistkästen an Gebäudefassaden anzubringen, um Vögeln sichere Brutplätze zu bieten. Die Begrünung von Gebäuden trägt nicht nur zur Biodiversität bei, sondern verbessert auch die Lebensqualität im urbanen Raum. Gemeinsam machen wir unsere Städte zu Rückzugsorten für die Tierwelt und zu nachhaltigen Lebensräumen.

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